Ein „Service Learning – Erlebnistag“ in der Biosphäre Potsdam

21.10.2011

Mit einem Pilotprojekt starten am 28. September 2011 GSE Protect, die AOK Nordost und ProPotsdam gemeinsam mit
einer Potsdamer Gesamtschule und weiteren Partnern in die Phase der praktischen Umsetzung der „Service Learning –
Idee“.

Service Learning heißt, bei Schülern das Bewusstsein für das Gemeinwohl zu wecken, den Erwerb sozialer
Kompetenzen und Demokratieverständnis zu fördern und Verantwortungsbewusstsein und Sensibilisierung für soziale Belange zu entwickeln. Das Besondere von „Service Learning“ ist dabei, dass es als Unterrichtsmethode gesellschaftliches Engagement von Schülerinnen und Schülern mit fachlichem Lernen verbindet.

GSE Protect gestaltete gemeinsam mit der Biosphäre Potsdam für behinderte Schüler aus den Oberlinhaus LebensWelten und der Oberlinschule Potsdam Potsdam, sowie für Schüler einer 7. Klasse der Pierre de Coubertin Oberschule Potsdam einen gemeinsamen Unterrichtstag. Nach der Begrüßung durch Herrn Gölitzer, dem Organisator dieses Tages und den einführenden Worten von Herrn Böhm, Vorsitzender des GSE-Gesamtbetriebsrates sowie Herrn Schaaf, Geschäftsführer der Biosphäre Potsdam wussten alle Teilnehmer, was an diesem Tag gemeinsam unternommen wird: Wir bauen in der Biosphäre das Klassenzimmer für eine „Dschungelschule“. In diesem Klassenzimmer soll später richtiger Unterricht für die vielen Schulklassen, die die Biosphäre besuchen, durchgeführt werden.

Da aber nicht alle Kinder gleichzeitig an diesem Projekt arbeiten konnten, beschäftigte sich eine zweite Gruppe mit der Fütterung der vielen in der Biosphäre lebenden Tiere. Unter sachkundiger Anleitung und tatkräftiger Hilfe unserer
Betriebsratsmitglieder, der Betreuerinnen aus den Schulen und der Biosphärenmitarbeiter entstand durch die fleißige Arbeit aller Kinder bis zum Mittag ein richtiges „Dschungelklassenzimmer“: Der Fußboden mit Holzspänen ausgelegt, Tische und Bänke aus grob bearbeitetem Holz, umgeben von vielen hochgewachsenen tropischen Pflanzen. Und Spaß hat die gemeinsame Arbeit auch gemacht, auch wenn es am Anfang noch einige Berührungsängste gab. Spätestens
beim gemeinsamen Mittagessen am Nudelbuffet waren diese ausgeräumt.

Herr Schaaf wollte es gar nicht glauben, das die viele Hände die umfangreiche Arbeit in so kurzer Zeitgeschafft haben und sparte natürlich nicht mit Lob. Mit Stolz können alle Teilnehmer auf das Geschaffene schauen und beim nächsten Biosphärenbesuch ihren Begleitern berichten: Sieh mal, diesen Baum habe ich gepflanzt, die Erde dazu habe ich mit
der Schubkarre herangefahren und das Holz für diese Bank habe ich ins Klassenzimmer gerollt.

Ein interessanter Tag ist viel zu schnell vorbeigegangen. Mit dieser Einschätzung und der Gewissheit, etwas Gutes, Nützliches, Dauerhaftes geleistet zu haben verabschiedeten sich die Teilnehmer am Nachmittag voneinander. Im nächsten Jahr soll es wieder einen solchen Tag geben. Herr Schaaf überlegt schon, was wir dann bauen könnten!?

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